Einarbeitung neuer Mitarbeiter: Checkliste für Schweizer Praxen

Einarbeitung neuer Mitarbeiter: Checkliste für Schweizer Praxen

Eine phasenbasierte, digital protokollierte Checkliste ist der zuverlässigste Weg, neue Mitarbeitende in Schweizer Arztpraxen revDSG-konform einzuarbeiten. Das Phasenmodell umfasst fünf Abschnitte: Preboarding, Tag 1, Woche 1, Integrationsphase/Probezeit und Abschlussgespräch. Jede Phase hat klare Aufgaben, benannte Verantwortliche und dokumentationspflichtige Nachweise.

Überblick: Fünf Phasen auf einen Blick

Phase Kernaufgaben Verantwortlich
Preboarding Willkommens-E-Mail, IT-Zugänge, Arbeitsplatz, Organigramm Praxismanager, IT
Tag 1 Persönliche Begrüssung, Praxisrundgang, Buddy vorstellen Praxisinhaber, Leitende MPA
Woche 1 Einführung Abläufe, 30-Tagesziele schriftlich festhalten Praxismanager, Buddy
Probezeit 60/90-Tagesziele, Feedbackgespräche, Schulungen Praxisinhaber, Mentor
Abschluss Probezeitgespräch, Zieldokumentation, Weiterbildungsplan Praxisinhaber

Compliance-Pflichten gehören in jede Checkliste: Die AHV-Anmeldung muss fristgerecht erfolgen, der BVG-Eintritt erfolgt je nach Kasse zeitnah, die UVG-Meldung ist umgehend ab Stellenantritt zu machen. Verspätungen können Bussen auslösen. Arbeitssicherheitsunterweisungen sind schriftlich zu protokollieren.

Profi-Tipp: Setzen Sie den Arbeitsbeginn am ersten Tag eine halbe Stunde früher an, bevor die ersten Patienten eintreffen. So hat die Praxisleitung Zeit für eine ruhige, persönliche Begrüssung ohne Hektik.

Das Praxisteam bespricht sich gemeinsam – Tablets und Notizblöcke sind mit dabei.

Wer die Probezeit-Review unterzeichnet, sollte schriftlich geregelt sein: Die Praxisinhaber-Unterschrift gilt als verbindliche Bestätigung. Digitale Checklisten mit unveränderlichen Zeitstempeln, Benutzer-IDs und Exportfunktion (PDF/CSV) machen diese Nachweise auditfähig.


Wie Medicloudmed die digitale Einarbeitung in Ihrer Praxis unterstützt

Schlechtes Onboarding kostet Schweizer Praxen CHF 10’000–40’000 pro Stelle allein an Rekrutierungskosten. Dazu kommt der Produktivitätsverlust während einer Einarbeitungszeit, die oft 6–12 Monate dauert. Strukturierte, digital dokumentierte Abläufe amortisieren diese Investition spürbar schneller.

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Übersichtsgrafik: Die fünf typischen Phasen der Einarbeitung in Schweizer Unternehmen

30/60/90-Tagesplan: Vorlage für Schweizer Praxen

Pro Phase je drei Ziele definieren:

  • Lernziel (wissen): z. B. nach 30 Tagen alle Abrechnungscodes nach TARMED kennen
  • Leistungsziel (liefern): z. B. nach 60 Tagen selbstständig Termine verwalten und Patientendaten im EPD erfassen
  • Integrationsziel (Netzwerk): z. B. nach 90 Tagen aktiv im Teambesprechungsrhythmus mitwirken

Rollenunklarheit ist der häufigste Grund für frühe Enttäuschung. Schriftliche Ziele mit Review-Terminen (je 45–60 Minuten) beugen dem vor. Den Plan erarbeiten Praxismanager und neue Mitarbeitende gemeinsam in Woche 1.

Das Buddy-System ergänzt den Plan auf der sozialen Ebene. Eine gleichrangige, freiwillige Person übernimmt die Rolle für drei Monate. Das Buddy-Briefing vor Tag 1 umfasst Kommunikationsregeln, typische Fragen und den Eskalationsweg zur Praxisleitung. Für rollenspezifische Einarbeitungsinhalte, etwa für zahnmedizinische Fachangestellte, lohnt sich eine angepasste Aufgabenliste je Berufsgruppe.

Medizinisches Personal und Verwaltung brauchen unterschiedliche Checklisten. Für MPA liegt der Fokus auf Geräteeinführung, Hygieneprotokollen und Patientenkommunikation. Für Verwaltungspersonal stehen Abrechnungssysteme, Terminverwaltung und Datenschutz im Vordergrund. Modulare Lernplattformen helfen, revDSG-Inhalte in verdauliche Einheiten zu teilen, ohne den persönlichen Austausch zu ersetzen.

Medicloudmed als digitale Grundlage

Medicloudmed ist die cloudbasierte Praxissoftware der Zaala AG, entwickelt für Schweizer Arztpraxen, Therapeuten und Notfallpraxen. Die Plattform deckt Dienstplanung, Behandlungsdokumentation, EPD-Integration und Schnittstellenanbindung an Labor und Radiologie ab. Für die Einarbeitung relevant: Zugriffsrechte lassen sich rollenbasiert vergeben, Dokumentationen werden mit Zeitstempel gespeichert und sind exportierbar. Das erfüllt die technischen Anforderungen an auditfähige Checklisten direkt aus dem Praxissystem heraus. Weitere Praxistipps zur digitalen Umsetzung finden Sie im Medicloudmed-Blog.

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