7 praxisnahe Beispiele für Telemedizin-Anwendungen

Patienten fragen immer öfter, ob es nicht auch digital geht: Termine buchen ohne Telefonwarteschleife, Rezept per App oder Beratungen per Video. Wer in der Schweizer Hausarztpraxis oder Therapie arbeitet, merkt schnell, dass traditionelle Abläufe nicht mehr ausreichen. Der Alltag wird komplexer, der Bedarf nach flexiblen und sicheren Lösungen wächst.

Die gute Nachricht: Digitale Tools bieten heute viele Möglichkeiten, Praxisabläufe effizienter zu gestalten und den Kontakt zu Ihren Patientinnen und Patienten zu erleichtern. Von der digitalen Befundübermittlung bis zur sicheren Verwaltung sensibler Gesundheitsdaten – die Vorteile sind konkret und alltagstauglich.

In diesem Überblick entdecken Sie praxisbewährte Wege, wie Sie digitale Lösungen gezielt einsetzen können. Freuen Sie sich auf Tipps, die Zeit sparen, Ihre Patientensicherheit erhöhen und dabei helfen, Ihre Praxis zukunftssicher aufzustellen.

1. Online-Sprechstunden für flexible Patientenberatung

Online-Sprechstunden sind virtuelle Termine, bei denen Patientinnen und Patienten von daheim oder unterwegs mit Ihnen per Videokamera sprechen. Sie ersetzen nicht immer den persönlichen Besuch, ergänzen die Praxisabläufe aber um eine wichtige Option für flexible Beratungen.

Warum Online-Sprechstunden sinnvoll sind

In Ihrer Praxis kennen Sie das vermutlich: Manche Patientinnen und Patienten verschieben einen Termin, weil der Weg zu weit ist, die Anfahrt lange dauert oder sie gerade mit gesundheitlichen Einschränkungen kämpfen. Online-Sprechstunden lösen genau dieses Problem. Die Bundesärztekammer befürwortet den zielgerichteten Einsatz von Telemedizin-Leistungen, da sie vor allem den Zugang zur Versorgung erweitern, besonders in ländlichen Regionen oder bei Fachärztinnen und Fachärztemangel.

Für Sie als Hausärztin oder Therapeut in der Schweiz heisst das konkret: Sie können Patientinnen und Patienten beraten, ohne dass diese lange auf einen Termin warten oder anreisen müssen. Das reduziert Ausfallquoten und ermöglicht schnellere Reaktionen auf medizinische Fragen.

So funktionieren Online-Sprechstunden in der Praxis

Die technische Hürde ist geringer als viele denken. Sie brauchen einen stabilen Internetzugang, einen Computer oder Tablet mit Kamera und Mikrofon, sowie eine Plattform, die die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt. Eine gute Praxissoftware bietet Video-Sprechstunden direkt integriert an. Patientinnen und Patienten erhalten einen Link, klicken diesen an und sind sofort in der virtuellen Sprechstunde mit Ihnen verbunden.

Die Abrechnung funktioniert nach TARMED genauso wie ein regulärer Besuch. Dies ist ein wichtiger Punkt für Ihre Kalkulation. Fernsprechstunden ermöglichen eine schnelle und flexible Abklärung von Symptomen ohne lange Wartezeiten, und die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für viele dieser Termine.

Welche Situationen sind ideal für Online-Sprechstunden

Nicht jede Konsultation eignet sich per Video. Ideal sind hingegen Kontrolltermine, Beratungen zu Laborergebnissen, Fragen zur Medikamenteneinnahme, psychologische Unterstützungsgespräche oder die Verlaufskontrolle bei bekannten Diagnosen. Wenn Sie körperlich untersuchen müssen, bleibt der Praxisbesuch notwendig.

In Ihrer täglichen Praxis könnte das so aussehen: Eine Patientin hat eine Blutdruckmessung zu Hause durchgeführt und möchte das Ergebnis mit Ihnen besprechen. Statt dass sie in die Praxis kommt, führen Sie eine 15-minütige Online-Sprechstunde durch, beraten zu Medikamenten und dokumentieren das Gespräch in der digitalen Patientenakte. Fertig.

Praktische Umsetzung in Ihrer Praxissoftware

Wenn Ihre Praxissoftware Online-Sprechstunden unterstützt, können Sie diese direkt in Ihrem Terminkalender anbieten. Patientinnen und Patienten buchen einen Termin, erhalten automatisch eine Bestätigungsnachricht per SMS oder E-Mail mit dem Zugangslink, und Sie haben die Konsultation dokumentiert, bevor Sie sie beenden. Manche Systeme ermöglichen auch, dass Sie Rezepte direkt nach der Sprechstunde ausstellen oder Überweisungen digital versenden.

Ein wichtiger Vorteil: Sie können Pausen zwischen Terminen effizienter nutzen. Wenn eine Patientin telefonisch eine schnelle Frage hat, können Sie diese gleich per Video klären, anstatt dass Sie einen zusätzlichen Termin reservieren müssen.

Pro-Tipp: _Starten Sie mit wenigen Online-Sprechstundenterminen pro Woche, um ein Gefühl für die Technologie zu bekommen, dann bauen Sie das Angebot schrittweise aus. So minimieren Sie technische Probleme während des regulären Betriebsablaufs.

2. Digitale Übermittlung von Laborbefunden und Röntgenbildern

Laborbefunde und Röntgenbilder gehören zu den sensibilsten Daten in einer Praxis. Die digitale Übermittlung dieser Ergebnisse spart Zeit, reduziert Fehler und verbessert die Patientensicherheit erheblich. Statt dass Patienten Papierausdrucke zwischen verschiedenen Einrichtungen transportieren, erfolgt die Übertragung verschlüsselt und nachverfolgbar.

Die Herausforderung mit papierbasierten Befunden

Vorher war der Standard: Patientinnen und Patienten erhalten einen Laborbefund in der Praxis gedruckt oder per Post, müssen diesen zur Spezialistin bringen, die einen weiteren Ausdruck macht und archiviert. Oder schlimmer noch, Röntgenaufnahmen wurden auf CDs verbrannt und übergeben. Das ist umständlich, fehleranfällig und bietet Raum für Verwechslungen.

Darüber hinaus verlieren sich Papiere, digitale Bilder auf alten CDs können nicht mehr gelesen werden, und Sie als behandelnde Ärztin haben oft keinen aktuellen Überblick über alle Befunde einer Patientin. Das wirkt sich direkt auf die Diagnosequalität aus.

Wie digitale Übermittlung funktioniert

Moderne Praxissoftware verbindet Sie direkt mit Laboren und Radiologien. Wenn Sie einen Bluttest oder ein Röntgenbild anfordern, werden die Ergebnisse nach wenigen Stunden automatisch in die digitale Patientenakte Ihrer Praxis übermittelt. Sie sehen den Befund sofort auf Ihrem Bildschirm, können ihn mit früheren Werten vergleichen und direkt mit der Patientin kommunizieren.

Die sichere digitale Übermittlung erfolgt über verschlüsselte Verbindungen mit Schutz vor Manipulation und geprüfter Identität der Kommunikationspartner. Das bedeutet, dass keine unbefugten Dritte auf die Daten zugreifen können.

Teleradiologie und Cloud-Technologie

Bei Röntgenaufnahmen wird es besonders praktisch. Moderne Teleradiologie ermöglicht den sicheren Austausch radiologischer Bilder über Cloud-Technologien, was orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf Bilddaten erlaubt. Das heisst konkret für Sie: Sie können ein Röntgenbild am Morgen mit einer Fachkollegin besprechen, die gerade in einer anderen Stadt sitzt, und alles erfolgt in Echtzeit.

Die Befundung wird schneller, weil Spezialistinnen und Spezialisten nicht auf physische CDs oder Patienten warten müssen. Die Cloud-Lösung ersetzt also veraltete Methoden komplett und ermöglicht auch, dass Sie lange Jahre später noch auf alle Bilddaten zugreifen können.

Praktischer Ablauf in Ihrer Praxis

Stellen Sie sich vor, Sie überweisen eine Patientin zur Magnetresonanz. Im alten System musste sie die CD mitnehmen oder diese per Post verschickt werden. Heute bestellen Sie die Untersuchung digital, die Radiologie lädt die Bilder nach Abschluss in ein gesichertes System, und Sie können diese noch am selben Tag in Ihrer Praxissoftware abrufen. Sie dokumentieren Ihre Beobachtungen in der digitalen Patientenakte, die Patientin kann auf Wunsch selbst auf ihre Ergebnisse zugreifen, und alles ist automatisch archiviert.

Für Labore funktioniert es ähnlich. Sie fordern Bluttests an, das Labor versendet die Ergebnisse digital direkt in Ihre Praxis, nicht an die Patientin. Sie interpretieren die Werte, sprechen mit der Patientin und leiten nächste Schritte ein. Das spart mindestens einen Arbeitsgang pro Befund.

Datenschutz und DSGVO-Konformität

Ein Punkt, der viele Praxen anfangs verunsichert, ist der Datenschutz. Aber genau hier punktet digitale Übermittlung: Die Verschlüsselung schützt die Daten besser als eine CD in einem Umschlag. Alle modernen Systeme sind DSGVO-konform und erfüllen die Schweizer Anforderungen, so lange Sie mit zertifizierten Anbietern arbeiten. Das ist ein Pluspunkt für Ihr Risikomanagement.

Pro-Tipp: _Nutzen Sie die API-Schnittstellen Ihrer Praxissoftware zu Laboren und Radiologien, um automatische Abläufe einzurichten. Befunde, die direkt elektronisch ankommen, müssen nicht manuell verarbeitet werden und reduzieren administrative Fehler erheblich.

3. Elektronische Rezeptausstellung und Medikamentenmanagement

Elektronische Rezepte sind das Ende des klassischen Papierrezepts. Statt dass Patientinnen und Patienten einen Ausdruck in die Apotheke bringen, erhalten sie ihr Rezept digital und können es mit dem Smartphone oder als Ausdruck einlösen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und verbessert die Arzneimittelsicherheit.

Warum elektronische Rezepte einen Unterschied machen

Henken Sie an den alltäglichen Ablauf in Ihrer Praxis. Ein Patient kommt zur Konsultation, Sie stellen fest, dass ein neues Medikament notwendig ist. Sie schreiben das Rezept aus, drucken es aus oder schreiben es von Hand. Der Patient muss es zur Apotheke bringen, wo es erneut erfasst wird. Es kann sich um Unleserlichkeit handeln, um Verwechslungen oder der Patient vergisst das Rezept ganz.

Mit elektronischen Rezepten entfallen diese Schritte. Das E-Rezept wird über die Telematikinfrastruktur sicher erstellt und kann in Apotheken direkt eingelöst werden. Das bedeutet für Sie weniger administrative Last und für die Patientin maximale Sicherheit und Bequemlichkeit.

Wie elektronische Rezepte in der Praxis funktionieren

Ihre Praxissoftware generiert das E-Rezept automatisch, wenn Sie ein Medikament verordnen. Der Patient erhält einen QR-Code per E-Mail oder SMS, den er mit seinem Smartphone in jeder beliebigen Apotheke einscannen kann. Alternativ kann auch ein Ausdruck erfolgen. Die Apotheke hat sofort Zugriff auf alle relevanten Informationen, Wechselwirkungen werden überprüft, und das Medikament wird abgegeben.

Das System ist verschlüsselt und sicher. Niemand kann das Rezept fälschen oder manipulieren. Es ist über die Telematikinfrastruktur geschützt und erfüllt alle Datenschutzanforderungen.

Medikamentenmanagement und Arzneimittelsicherheit

Ein grosser Vorteil des elektronischen Rezepts ist die Übersicht. Ihre Praxissoftware speichert alle ausgestellten Rezepte, sodass Sie jederzeit sehen können, welche Medikamente eine Patientin gerade nimmt. Das ist besonders wichtig bei Mehrfachverordnungen oder wenn mehrere Ärztinnen beteiligt sind.

Beispiel aus der Praxis: Eine 75-jährige Patientin kommt zu Ihnen wegen Kopfschmerzen. In Ihrer digitalen Patientenakte sehen Sie auf einen Blick alle aktuellen Medikamente. Sie bemerken, dass ein neues Schmerzmittel zu Wechselwirkungen mit ihrem Blutdruckmittel führen könnte. Das hätten Sie bei einem Papierrezept leicht übersehen können.

Darüber hinaus können Sie über die Praxissoftware Übersichten erstellen, welche Patientinnen und Patienten regelmässig bestimmte Medikamente benötigen. Das hilft bei der Früherkennung von Problemen oder bei der Optimierung von Dosierungen.

Einführung und Umstellung

Die gute Nachricht ist, dass die technische Umstellung einfach ist, wenn Ihre Praxissoftware bereits E-Rezepte unterstützt. Sie müssen nur bei der Rezeptausstellung einen Haken setzen, und schon wird das Rezept elektronisch ausgestellt. Der Aufwand ist minimal.

Es ist sinnvoll, parallel noch eine Weile Papierrezepte anzubieten, falls Patientinnen oder Patienten die neue Methode nicht nutzen möchten. Die meisten nehmen das E-Rezept aber gerne an, weil es bequem ist.

Zukünftige Erweiterungen

Das E-Rezept umfasst aktuell verschreibungspflichtige Arzneimittel und wird zukünftig auf Heilmittel und häusliche Pflege ausgeweitet. Das heisst, Sie werden bald auch Physiotherapie, Ergotherapie oder Pflegeversorgung auf diesem Weg verordnen können. Das macht die Prozesse noch transparenter und vereinheitlichter.

Pro-Tipp: _Nutzen Sie die Medikamentendatenbank Ihrer Praxissoftware, um regelmässig Ihre Rezept-Archive zu überprüfen und veraltete oder fehlerhaft erfasste Medikamente zu korrigieren. Das verhindert Fehler bei zukünftigen Verordnungen und optimiert Ihr Medikamentenmanagement kontinuierlich.

4. Fernüberwachung chronischer Erkrankungen per App

Fernüberwachung per App bedeutet, dass Patientinnen und Patienten ihre Gesundheitswerte von zu Hause aus messen und an Sie übermitteln. Sie sehen diese Daten in Echtzeit und können frühzeitig eingreifen, bevor ein Patient ins Spital muss. Das ist besonders wertvoll bei chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Diabetes.

Das Problem mit klassischer Kontrolle

Bei chronischen Erkrankungen funktioniert die bisherige Betreuung oft so: Patient kommt alle drei Monate zur Kontrolle, Sie messen Blutdruck oder Gewicht, und dann geht er wieder nach Hause. Dazwischen passiert viel. Wenn sich sein Zustand verschlechtert, bemerken Sie das erst beim nächsten Termin. Oder schlimmer, der Patient landen im Spital, weil eine Verschlechterung zu lange unbemerkt blieb.

Mit Fernüberwachung ändert sich dieser Rhythmus grundlegend. Der Patient misst regelmässig, und Sie sehen die Trends. Das ermöglicht frühe Reaktionen und deutlich bessere Ergebnisse.

Wie Remote Monitoring funktioniert

Telemedizinische Fernüberwachung nutzt Apps und digitale Systeme, um Vitalparameter kontinuierlich zu erfassen und ärztlich auszuwerten. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Patient mit Herzinsuffizienz nutzt eine App. Jeden Morgen misst er sein Gewicht auf einer vernetzten Waage, seinen Blutdruck mit einem smarten Messgerät. Diese Daten werden automatisch in die App übertragen und landen gleichzeitig in Ihrer Praxissoftware.

Sie sehen auf einen Blick, ob sein Gewicht stabil ist, ob der Blutdruck sich verschlechtert, und ob Alarme ausgelöst wurden. Die App kann auch vordefinierte Fragen stellen wie “Hatten Sie heute Luftnot?” oder “Wie war Ihre Aktivität?”. All das passiert ohne dass der Patient die Praxis besuchen muss.

Praktische Anwendungen in Ihrer Praxis

Welche Erkrankungen profitieren besonders? Hier sind die wichtigsten Kandidaten: Herzinsuffizienz, Hypertonie, Diabetes, Asthma und COPD. Bei all diesen Erkrankungen sind regelmässige Messungen sinnvoll und können Komplikationen verhindern.

Stellen Sie sich eine 68-jährige Patientin mit Herzinsuffizienz vor. Statt dass sie monatlich zur Kontrolle kommt, trägt sie ein tragbares Gerät, das regelmässig ihr Gewicht und ihren Blutdruck misst. Sie antwortet täglich zwei Fragen in der App. Wenn ihr Gewicht um mehr als zwei Kilogramm ansteigt, erhalten Sie eine Benachrichtigung. Das kann ein Zeichen für Flüssigkeitseinlagerung sein. Sie rufen die Patientin an, erhöhen die Diuretika-Dosis, und verhindern damit möglicherweise einen Spitalaufenthalt.

Die Vorteile für Patient und Praxis

Für die Patientin ist es bequem. Sie misst von zu Hause, spart Fahrtzeit und muss nicht unnötig oft zur Kontrolle kommen. Für Sie als Ärztin ist es effizienter. Sie betreuen mehr Patientinnen mit derselben Zeit, weil regelmässige Besuche entfallen und Sie sich auf die wirklich wichtigen Fälle konzentrieren.

Remote Patient Monitoring unterstützt personalisierte Pflegepläne und verfolgt Vitalwerte in Echtzeit, was rechtzeitige medizinische Eingriffe ermöglicht. Studien zeigen, dass solche Systeme Spitalaufenthalte um 30 bis 40 Prozent reduzieren können. Das ist auch ökonomisch sinnvoll für das Gesundheitssystem.

Technische Umsetzung und Integration

Die gute Nachricht ist, dass moderne Praxissoftware diese Funktionalität zunehmend integriert. Sie müssen nicht mit mehreren Tools jonglieren. Die Daten aus der App landen direkt in der digitalen Patientenakte. Sie können Alarmschwellen definieren, automatische Nachrichten an Patientinnen verschicken und Trends über Monate hinweg verfolgen.

Wichtig ist auch, dass Sie die Patientinnen und Patienten richtig einarbeiten. Ein kurzes Schulungsgespräch, wie man die App nutzt und welche Geräte nötig sind, ist entscheidend. Die meisten technisch weniger versierten Menschen schaffen es mit guter Anleitung.

Datenschutz und Datensicherheit

Die übermittelten Daten sind sensibel. Deshalb ist es entscheidend, dass Sie nur zertifizierte Apps und Geräte nutzen, die den Schweizer Datenschutzanforderungen entsprechen. Ihre Praxissoftware sollte mit verschlüsselten Verbindungen arbeiten und alle Daten sicher speichern.

Pro-Tipp: _Starten Sie mit einer kleinen Patientengruppe, etwa fünf bis zehn Patientinnen mit stabiler Herzinsuffizienz, um die Fernüberwachung zuerst in Ruhe zu testen. So lernen Sie den Ablauf kennen, bevor Sie das Angebot auf andere Erkrankungen oder grössere Gruppen ausweiten.

5. Telemedizinische Nachsorge und Verlaufskontrolle

Telemedizinische Nachsorge bedeutet, dass Sie Patientinnen und Patienten nach einer Behandlung oder Hospitalisation nicht nur einmal zur Kontrolle sehen, sondern sie kontinuierlich digital begleiten. Das verbessert die Behandlungsergebnisse und reduziert Komplikationen erheblich.

Das klassische Problem mit Nachsorge

Ein Patient wird aus dem Spital entlassen nach einer Operation oder einer schweren Erkrankung. Er erhält einen Termin bei Ihnen für zwei Wochen später. In dieser Zeit kann viel passieren. Fäden reissen, Infektionen entstehen, Medikamentennebenwirkungen treten auf. Wenn der Patient nicht anruft, bekommen Sie nichts mit. Die Nachsorge besteht also aus gelegentlichen Terminen, dazwischen Funkstille.

Telemedizinische Nachsorge ändert dieses Muster. Sie bleiben kontinuierlich mit dem Patienten in Kontakt, können Probleme früh erkennen und gezielt intervenieren.

Wie telemedizinische Nachsorge funktioniert

Telemedizinische Nachsorge umfasst Überwachung und Verlaufskontrolle durch Videosprechstunden und digitale Datenerfassung. Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Ein Patient hatte eine Knieoperation. Eine Woche nach der Entlassung führen Sie eine Video-Sprechstunde durch, sehen wie die Wunde heilt, überprüfen die Beweglichkeit, und der Patient kann Ihnen Probleme direkt zeigen. Sie dokumentieren alles in der digitalen Patientenakte.

Zwei Wochen später meldet sich der Patient per App, um ein Foto der Operationsstelle hochzuladen. Sie schauen es an und geben Feedback. Wäre die Wunde entzündet, würden Sie das sofort sehen und könnten reagieren, statt zu warten, bis der Patient drei Wochen später zur nächsten Kontrolle kommt.

Praktische Anwendungsbereiche

Welche Situationen profitieren besonders von telemedizinischer Nachsorge? Nach operativen Eingriffen ist es zentral. Nach Herzoperationen, Frakturen, Laparoskopien. Bei chronischen Erkrankungen, wo regelmässige Anpassungen notwendig sind. Nach Infektionen, wo die Abheilung wichtig ist. Bei psychischen Erkrankungen, wo kontinuierliche Unterstützung hilft.

Betrachten Sie einen Patienten nach Ablation bei Vorhofflimmern. Klassisch sieht er Sie zwei Wochen später zur Kontrolle. Telemedizinisch können Sie vier Tage nach der Prozedur eine Video-Sprechstunde durchführen, gemeinsam die EKG-Daten überprüfen, die Medikamentendosierung justieren. Der Patient kann in der App täglich kurz berichten, wie sein Rhythmus ist. Sie sehen Trends und können früh Probleme erkennen.

Technische Unterstützung durch digitale Plattformen

Technikgestützte Therapiebegleitung und telemedizinische Konsultationen nutzen digitale Plattformen für Arzt-Patienten-Kontakte. Ihre Praxissoftware bietet dafür verschiedene Module: Videosprechstunden für intensive Kontrollen, Messaging-Systeme für schnelle Fragen, Dokumentation von Fotos und Befunden, und Ablaufpläne, die automatisch Nachsorge-Schritte triggern.

Beispiel aus dem System: Ein Patient wird aus der Klinik entlassen. In Ihrer Praxissoftware erstellen Sie automatisch einen Nachsorgeplan für vier Wochen mit Meilensteinen, die Sie überprüfen wollen. Der Patient erhält eine Benachrichtigung Tag drei nach Entlassung mit der Bitte, ein Foto der Wunde hochzuladen. Tag sieben findet eine Video-Sprechstunde statt. Tag 14 eine weitere Kontrolle. Alles ist koordiniert, nichts fällt durchs Netz.

Ressourceneffizienz und Patientenzufriedenheit

Für Sie als Ärztin ist telemedizinische Nachsorge effizienter. Sie sparen Aufwand bei administrativen Terminen, weil Video-Sprechstunden schneller gehen und Sie flexible Zeitfenster nutzen können. Patienten müssen nicht so oft in die Praxis kommen, was ihnen Zeit und Fahrtkosten spart.

Darüber hinaus steigt die Patientenzufriedenheit. Menschen fühlen sich nach einer Behandlung beruhigter, wenn sie wissen, dass Sie kontinuierlich da sind und nicht nur auf einen Termin warten. Das führt auch zu weniger unnötigen Notfall-Besuchen oder Anrufen.

Dokumentation und Qualitätssicherung

Ein wichtiger Punkt ist die Dokumentation. Alle Kontakte, Fotos, Video-Sprechstunden und Beobachtungen müssen in der digitalen Patientenakte festgehalten sein. Das schafft eine vollständige Nachsorge-Historie und ist auch juristisch wichtig, wenn es um Haftungsfragen geht. Ihre Praxissoftware sollte dies automatisch tun oder zumindest strukturiert vorbereiten.

Qualitätssicherung funktioniert hier auch besser. Sie sehen auf einen Blick, wie viele Patienten Sie nach einer bestimmten Operation nachbetreuen, wie die Komplikationsraten sind, und ob Ihre Nachsorge-Protokolle funktionieren.

Pro-Tipp: _Erstellen Sie standardisierte Nachsorge-Checklisten für häufige Eingriffe in Ihrer Praxissoftware, etwa für Operationen, Infektionen oder Diagnosen. So stellen Sie sicher, dass Sie keine wichtigen Kontrolltermine vergessen und können die Nachsorge später auswerten.

6. Digitale Terminverwaltung und automatisierte Erinnerungen

Digitale Terminverwaltung bedeutet, dass Patientinnen und Patienten ihre Termine selbst online buchen können, ohne Ihre Praxis anzurufen. Automatisierte Erinnerungen stellen sicher, dass niemand einen Termin vergisst. Das spart Ihrem Team enorm viel Zeit und reduziert Ausfallquoten dramatisch.

Das Problem mit klassischen Terminabsprachen

In vielen Praxen funktioniert es immer noch so: Patientin ruft an, wartet in der Warteschleife, spricht mit der Praxishilfe, vereinbart einen Termin. Wenn der Termin kommt, vergisst vielleicht ein Viertel der Patientinnen, dass sie einen Termin haben. Sie müssen nachher anrufen und einen neuen Termin finden. Das ist für Ihr Personal extrem belastend und für Sie wirtschaftlich ungünstig.

Dazu kommen Fehler bei der Terminabsprache. Falsch verstandene Uhrzeiten, verwechselte Daten, Termine, die sich überschneiden. Alles zusammen führt zu ineffizienten Praxisabläufen und frustrierten Patientinnen.

Wie digitale Terminverwaltung funktioniert

Moderne digitale Terminverwaltung bietet Patienten die Möglichkeit, Termine online zu buchen und automatisierte Erinnerungen per SMS, WhatsApp oder E-Mail zu erhalten. Ein Patient öffnet Ihre Website oder App, sieht Ihre verfügbaren Termine in Echtzeit, klickt auf einen Slot, der ihm passt, gibt seine Daten ein, und schon ist der Termin gebucht. Keine Wartezeit. Keine Missverständnisse.

Drei Tage vor dem Termin erhält der Patient automatisch eine Erinnerung per SMS. “Liebe Frau Müller, Sie haben am Freitag um 10 Uhr einen Termin bei uns. Bitte rufen Sie an, wenn Sie nicht kommen können.” Das ist höflich, neutral, und funktioniert. Die Ausfallquote sinkt massiv.

Praktische Auswirkungen auf Ihren Praxisalltag

Stellen Sie sich vor, Sie haben 50 Patienten pro Woche in Ihrer Praxis. Davon telefonieren normalerweise etwa 15 bis 20 an, um einen Termin zu buchen. Das sind täglich zwei bis vier Anrufe. Mit Online-Buchung sinkt die Zahl auf null. Ihre Praxishilfe hat Zeit für andere Aufgaben wie Dokumentation, Patientenkommunikation oder organisatorische Arbeiten.

Die Ausfallquote sinkt von typischerweise 15 bis 20 Prozent auf unter fünf Prozent. Das heisst konkret: Statt dass drei bis vier Termine pro Tag leer ausfallen, ist es vielleicht einer. Das verbessert Ihre Auslastung um etwa 10 bis 15 Prozent, was sich direkt auf Ihren Umsatz auswirkt.

Ein weiterer Vorteil ist die Verfügbarkeit. Patientinnen können 24/7 einen Termin buchen, nicht nur während Ihrer Öffnungszeiten. Das ist besonders praktisch für berufstätige Menschen, die nur abends oder sonntags Zeit haben.

Integration mit Ihrer Praxissoftware

Die beste Lösung ist eine digitale Terminverwaltung, die direkt in Ihre Praxissoftware integriert ist. Der Online-Kalender zeigt automatisch Ihre Verfügbarkeit. Wenn Sie einen Termin löschen oder verschieben, aktualisiert sich die Website sofort. Neue Buchungen landen direkt in Ihrem Praxiskalender und in der Patientendatei. Keine manuellen Einträge, keine Fehler.

Automatisierte Erinnerungen können Sie konfigurieren. Sie entscheiden, wie viele Tage vorher, über welchen Kanal, und mit welcher Nachricht. Manche Praxen senden die Erinnerung drei Tage vorher per SMS, bei Bedarf eine zweite am Vortag per E-Mail.

Welche Patientinnen nutzen Online-Buchung?

Erfahrungsgemäss nutzen vor allem jüngere und mittelalte Patientinnen Online-Buchung gerne. Ältere Menschen brauchen anfangs oft Hilfe. Das ist aber kein Problem. Sie können parallel weiterhin Anrufe entgegennehmen. Schrittweise lernen mehr Patientinnen, die Funktion zu nutzen.

Tipp für die Einführung: Erwähnen Sie bei jedem Patienten die Möglichkeit der Online-Buchung. Zeigen Sie kurz, wie es geht. Nach ein bis zwei Monaten haben die meisten verstanden, wie es funktioniert.

Datenschutz und Sicherheit

Bei Online-Terminbuchung werden Patientendaten übertragen. Wichtig ist, dass Sie ein System nutzen, das DSGVO-konform und nach Schweizer Standards sicher ist. Ihre Praxissoftware sollte mit verschlüsselten Verbindungen arbeiten und Daten sicher speichern.

Pro-Tipp: _Nutzen Sie die automatisierten Erinnerungen strategisch, indem Sie zwei Tage vor dem Termin eine SMS und einen Tag später eine E-Mail senden. Das maximiert die Wahrscheinlichkeit, dass Patientinnen den Termin nicht vergessen, ohne sie zu überfordern.

7. Sichere Dokumentation mit elektronischer Patientenakte

Die elektronische Patientenakte ist ein zentraler Ort, wo alle medizinischen Informationen einer Patientin gespeichert sind. Befunde, Diagnosen, Therapien, Medikamente, alles an einem Platz. Und die Patientin bestimmt selbst, wer darauf zugreifen darf. Das ist sicher, übersichtlich und ermöglicht eine viel bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ärztinnen.

Warum papierbasierte Dokumentation ein Problem ist

Vorher war der Standard: Papierakte. Der Patient kommt zu Ihnen, Sie schreiben oder drucken Notizen, die bleiben in einem Ordner in Ihrer Praxis. Wenn der Patient zu einer Spezialistin geht, nimmt er Papiere mit oder die Spezialistin muss eine Anfrage schreiben und Unterlagen per Post erhalten. Das dauert Tage oder Wochen. Informationen gehen verloren. Ärztinnen arbeiten mit unvollständigen Daten.

Stellen Sie sich vor, ein Patient hatte vor drei Jahren eine wichtige Diagnose bei einer anderen Ärztin. Sie wissen davon nichts, weil Sie die alte Akte nicht haben. Das ist nicht nur ineffizient, es ist ein Sicherheitsrisiko.

Wie die elektronische Patientenakte funktioniert

Die elektronische Patientenakte ermöglicht sichere, digitale Speicherung und sektorenübergreifende Zugänglichkeit von medizinischen Informationen wie Befunden, Diagnosen und Therapien. Das bedeutet konkret: Alle medizinischen Daten einer Patientin sind digital verfügbar, überall, jederzeit. Eine Hausärztin kann sehen, welche Antibiotika ein Patient gerade nimmt, weil der Spezialist diese eingetragen hat. Ein Zahnarzt sieht, dass eine Patientin Blutgerinnungshemmer nimmt, bevor er sie behandelt.

Die Patientin kontrolliert, wer Zugriff hat. Sie kann bestimmten Ärztinnen oder Therapeutinnen Einsicht geben oder verweigern. Das schafft Vertrauen und Sicherheit. Die Daten sind verschlüsselt und geschützt.

Praktische Anwendung in Ihrer Praxistätigkeit

In Ihrer Praxis sieht das so aus: Ein Patient kommt erstmals zu Ihnen. Sie öffnen die elektronische Patientenakte, und Sie sehen sofort alle Vorbehandlungen, Diagnosen, Medikationen, Allergien. Keine Fragen mehr “Welche Medikamente nehmen Sie denn?”, weil alles dort ist. Das spart Zeit und verhindert Fehler.

Sie schreiben Ihre Konsultation direkt in die elektronische Akte. Sie ordnen ein Blutbild an. Die Laborwerte landen automatisch in der Akte. Sie verordnen ein Medikament. Ein anderer Arzt sieht diese Verordnung, wenn der Patient zu ihm kommt. Wenn es zu Wechselwirkungen führt, wird die Ärztin automatisch gewarnt.

Beispiel aus der Realität: Ein 72-jähriger Patient kommt zu Ihnen mit Brustschmerzen. Sie öffnen die elektronische Akte und sehen, dass er vor sechs Monaten einen Herzinfarkt hatte und bereits drei Medikamente nimmt. Sie sehen die EKG-Berichte, die Troponin-Werte, die Angiographie-Bilder. Sie wissen sofort, in welcher Risikogruppe er ist. Das hätte vorher eine lange Recherche erfordert.

Sicherheit und Datenschutz

Ein Punkt, der anfangs Sorgen auslöst: Ist das wirklich sicher? Ja. Die elektronische Patientenakte ist hochverschlüsselt und läuft über die Telematikinfrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards. Nur berechtigte Personen mit spezieller Authentifizierung können Zugriff erhalten. Der Zugriff wird protokolliert. Wenn jemand unberechtigt auf die Akte zugreift, wird das erkannt.

Die Patientin bleibt Herrin ihrer Daten. Sie kann Zugriff jederzeit entziehen oder auf bestimmte Bereiche beschränken. Sie kann sehen, wer wann auf ihre Akte zugegriffen hat.

Überblick über die Patientengesundheit

Für Sie als behandelnde Ärztin ist ein grosser Vorteil die Gesamtüebersicht. Sie sehen nicht nur die Befunde einer Spezialistin, sondern auch die Zahnarztbehandlungen, die Physiotherapie, die Laborwerte der letzten Jahre. Sie können Muster erkennen, die sonst unsichtbar bleiben.

Angenommen, eine Patientin hat chronische Kopfschmerzen. In der papiergestützten Welt würden Sie nur Ihre Notizen haben. In der elektronischen Akte sehen Sie, dass die Neurochirurgin drei Monate ago ein MRT gemacht hat, dass die Zahnärztin einen Kieferproblem diagnostiziert hat. Das führt Sie schneller zur richtigen Diagnose.

Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften

Die elektronische Patientenakte ermöglicht nahtlose Zusammenarbeit. Sie können eine Patientin zur Spezialistin überweisen und der Spezialistin Zugriff geben. Sie erhalten automatisch den Bericht zurück. Keine verlorenen Unterlagen, keine Verzögerungen. Die Versorgung wird kontinuierlicher und koordinierter.

Pro-Tipp: _Strukturieren Sie Ihre Dokumentation in der elektronischen Patientenakte konsistent, indem Sie standardisierte Kategorien nutzen. Das macht es für andere Fachkräfte leichter, wichtige Informationen zu finden, und reduziert Fehler bei der Zusammenarbeit.

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Effiziente Telemedizin mit MediCloud Med – Ihre Praxissoftware für die moderne Gesundheitsversorgung

Telemedizin verändert den Praxisalltag grundlegend und bietet Lösungen für Herausforderungen wie flexible Patientenberatung, sichere digitale Kommunikation und automatisierte Prozessabläufe. Wenn Sie im Artikel von Online-Sprechstunden, digitaler Rezeptausstellung und elektronischer Patientenakte gelesen haben, dann wissen Sie wie wichtig es ist, diese Technologien nahtlos und sicher in Ihrer Praxis umzusetzen. Die richtigen Werkzeuge helfen Ihnen, administrative Belastungen zu reduzieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – Ihre Patientinnen und Patienten.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile bieten Online-Sprechstunden in der Telemedizin?

Online-Sprechstunden ermöglichen eine flexible Patientenberatung ohne lange Anfahrtswege. Sie reduzieren Ausfallquoten und fördern schnelle Reaktionen auf medizinische Fragen. Bieten Sie zunächst ein bis zwei Termine pro Woche an, um Erfahrung mit der Technologie zu sammeln.

Wie funktioniert die digitale Übermittlung von Laborbefunden an Patientinnen?

Die digitale Übermittlung von Laborbefunden erfolgt schnell und sicher über verschlüsselte Verbindungen in Ihre digitale Patientenakte. Patientinnen erhalten ihre Befunde direkt ohne Papiertransport, was Zeit spart und Fehler reduziert. Implementieren Sie diese Technik, um Ihre administrativen Abläufe um mindestens einen Arbeitsgang pro Befund zu optimieren.

Wie erfolgen elektronische Rezeptausstellungen in der Praxis?

Mit elektronischen Rezepten können Patientinnen ihr Rezept digital einlösen, was Fehler und Papieraufwand verringert. Ihre Praxissoftware generiert das Rezept automatisch, und der Patient erhält einen QR-Code zur Einlösung in jeder Apotheke. Starten Sie die Umstellung, indem Sie parallel noch Papierrezepte anbieten, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Welche chronischen Erkrankungen profitieren von der Fernüberwachung per App?

Chronische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Diabetes und Asthma profitieren besonders von der Fernüberwachung, da sie regelmäßig gemessen werden können. Diese ermöglicht frühzeitige Interventionen und potenziell weniger Krankenhausaufenthalte. Beginnen Sie mit einer kleinen Patientengruppe, um die Anwendung und deren Wirksamkeit zu testen.

Wie verbessert telemedizinische Nachsorge die Patientenzufriedenheit?

Telemedizinische Nachsorge ermöglicht eine kontinuierliche Betreuung nach Behandlungen, wodurch Komplikationen frühzeitig erkannt werden können. Dies steigert das Vertrauen der Patientinnen, da sie wissen, dass Sie immer erreichbar sind. Entwickeln Sie ein strukturiertes Nachsorge-Konzept, um die Patientenzufriedenheit signifikant zu erhöhen.

Was sind die Vorteile einer digitalen Terminverwaltung in der Praxis?

Eine digitale Terminverwaltung reduziert die Ausfallquote und erleichtert die Terminbuchung für Patientinnen. Zudem sparen Sie Zeit, da weniger Anrufe für Terminvereinbarungen nötig sind. Implementieren Sie das Online-Buchungssystem, um die Effizienz Ihres Praxisbetriebs um mindestens 10 bis 15 Prozent zu steigern.